IC-Insight: Mit jeder Anlage wachsen

„Ja, bei INERATEC kann ich noch was bewegen.“ – Dieses Gefühl ist es, das Cornelia seit 2016 bei der Arbeit antreibt und motiviert. Wie Benjamin ist sie seit Beginn an dabei und hat die Entwicklung von Grund auf miterlebt. Sie berichtet euch heute über ihre Arbeit als Ingenieurin bei INERATEC und von ihrem für sie größten Erfolg:


Cornelia, wie bist du damals auf INERATEC gestoßen?

Ich habe 2016 während meines Masterstudiums am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine Vorlesung zu Mikroverfahrenstechnik von Peter Pfeifer, einem der INERATEC-Gründer, gehört. Das Thema fand ich unglaublich interessant und habe dann mit Peter über eine Masterarbeit in Kooperation mit INERATEC gesprochen. Die INERATEC GmbH war zu dem Zeitpunkt noch nicht gegründet, aber nachdem ich die Idee und die Vision kannte, war ich begeistert und habe zugesagt. Währenddessen fand dann die Gründung der GmbH statt. Die Gründer lernte ich also “von Anfang an” kennen und wurde nach meinem Abschluss 2017 die zweite festangestellte Mitarbeiterin.

Was macht deine Arbeit aus?

Meine Arbeit ist einfach unglaublich abwechslungsreich. Auch nach vier Jahren gibt es immer wieder neue Aufgabenstellungen und Herausforderungen.

Welcher Aspekt mir darüber hinaus extrem wichtig ist: dass wir alle motivierte Leute mit neuen, innovativen Ideen sind, die wirklich etwas bewegen wollen. Denn was ich auf keinen Fall wollte, war ein 08/15 Job in der chemischen Industrie, mit festen, schwer veränderbaren Strukturen und Abläufen.
Bei INERATEC kann sich jeder von Anfang an einbringen und jede Idee wird gehört und diskutiert. Es gab in der Gründungsphase im ganz kleinen Team praktisch keine Hierarchien. Auch mit wachsendem Team, mittlerweile fast 50 MitabeiterInnen, sind diese immer noch sehr flach. Allgemein finde ich es unglaublich zu sehen, wie viel ich persönlich in den letzten vier Jahren hier bei INERATEC lernen konnte- aber auch, wie sehr wir uns als Team entwickelt haben.

Was sind deine Aufgabenbereiche heute?

Ich bin hauptsächlich verantwortlich für das Engineering industrieller Großprojekte. Im Hinblick auf die Weiterentwicklung unserer Anlagen bedeutet das, das Engineering immer auf die nächste Skalierungsstufe zu bringen. Zum Beispiel von unserem Teststand, der eher als Versuchsanlage dient, hin zur Power-to-Liquid (PtL) Anlage am Energy Lab 2.0 des KIT. Der letzte Schritt ging dann zum ersten industriellen Anlagenmodul mit einer Produktionskapazität von 350t pro Jahr. Jetzt gerade planen wir die Skalierung dieses Moduls auf die nächste Größe, die 2022 zum ersten Mal in Betrieb genommen werden soll – und zu diesem Zeitpunkt die größte Power-to-Liquid Anlage sein wird.

Auf welchen Erfolg bist du am meisten stolz?

Der erste große Erfolg war für mich unsere Methanisierungsanlage in Spanien 2018. Wir haben dort viele Herausforderungen gemeistert, durch die wir uns unglaublich weiterentwickelt haben. Außerdem natürlich der Projektinhalt: Ohne auf fossile Erdgasressourcen zurückgreifen zu müssen, kann Abfall, also das Biogas aus der Kläranlage, genutzt werden, um synthetisches Methan herzustellen, das vor Ort ins Wärmenetz eingespeist wird. Dieser Umweltaspekt war auch ein Grund, warum ich damals gesagt habe „Ja, bei INERATEC kann ich noch was bewegen.“

Was ist dir für die weitere Entwicklung von INERATEC besonders wichtig?

Wichtig ist mir, dass der Frauenanteil bei INERATEC groß bleibt – und noch weiterwächst. Bei anderen großen Unternehmen in der Branche ist mir aufgefallen, wie wenig Frauen gerade auch in den höheren Positionen im Bereich der Technik arbeiten. So hat man in technischen Bereichen häufig kein weibliches Vorbild, an dem man sich orientieren kann und das einem zeigt, was man selbst erreichen kann.

Und wie sieht es heute aus? Das Team ist ja stark gewachsen seit 2016!

Wir sind bei uns wirklich viele Mitarbeiterinnen, auch im Engineering. Wir hatten schon Bewerberinnen, die bei uns reinkamen und verwundert gefragt haben, ob das hier wirklich die Entwicklungsabteilung sei. Denn da sieht die Vorstellung bzw. auch die Realität in vielen anderen Firmen eben ganz anders aus. Ich freue mich, dass wir damit im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen einen Unterschied schaffen.

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