IC Insight: Ingenieurinnen im Clean-Tech Start-up

Alexa, Christina und Emna haben Chemieingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie studiert und durch ihre Praktika den ersten Berührungspunkt zu INERATEC gefunden.
Nach Abschluss ihres Studiums haben sie sich entschieden, bei INERATEC eine Stelle als Ingenieurinnen anzunehmen.
Was sie dazu bewegt hat und wie sie zusammen mit INERATEC gewachsen sind, erzählen sie im neuen IC-Insight Beitrag #4.


Könnt ihr euch noch an euren ersten Tag bei INERATEC erinnern?

Alexa: Ja klar, das war 2016 noch im Büro am Rheinhafen. Das Team bestand damals nur aus dreien der Gründer, Benjamin und mir. Wir haben alle in einem Büro zusammengearbeitet und ich habe immer wieder neue Aufgaben bekommen: angefangen habe ich mit Risikoanalysen, die auch heute zu meinem Aufgabenbereich zählen.

Christina:  Ich kann mich ehrlich gesagt noch sehr gut erinnern, das war 2016, noch vor der Gründung der GmbH – ein Sprung ins kalte Wasser. An meinem ersten Tag durfte ich an einer Telefonkonferenz mit dem finnischen Forschungsinstitut VTT teilnehmen. Dabei ging es um die gemeinsame Realisierung der ersten (Power-to-Liquid) Demonstrationsanlage im Projekt „SOLETAIR“. Dazu musste von der Laboranlage das Rohrleitungs- und Instrumentendiagramm (PID) erstellt werden. Also war ich an meinem ersten Tag schon in einer der Anlage. Man war direkt dabei – das war echt aufregend.

Emna: Ich bin 2018, also etwas später dazu gekommen, als INERATEC bereits am neuen Standort im Karlspark war. Dementsprechend lief es bei mir schon anders ab: ich hatte einen Betreuer, der mich eingearbeitet hat. Meine Anfangszeit habe ich damit verbracht, die Prozesse besser kennen- und verstehen zu lernen.

Konntet ihr aus der Zeit im Praktikum viel für euch persönlich mitnehmen?

Christina:  Das Praktikum war eine Herausforderung, an der ich gewachsen bin. Ich habe hier meine ersten Praxiserfahrungen gesammelt, was mein Vorwissen aus dem Bachelorstudium gut ergänzt hat und mir im Masterstudium geholfen hat. Das praktische Wissen war eine gute Grundlage für neue Erfahrungen.

Emna: Bei mir ist es andersrum. Ich hatte Prozess- und Anlagentechnik zuerst im Studium und im Praktikum bei INERATEC konnte ich das Wissen dann anwenden. Mit der theoretischen Grundlage fiel es mir später leichter, die Praxis zu verstehen – und mich dann dafür zu begeistern.

Warum habt ihr euch für die Stelle als Ingenieurinnen bei INERATEC entschieden?

Emna: Schon nach meinem Praktikum konnte ich mir vorstellen, weiter im Bereich Anlagenbetrieb zu arbeiten. Ich fand es einfach unglaublich interessant.

Auch meine Masterarbeit habe ich hier geschrieben und bin dann im Team Operations, also in den Anlagenbetrieb eingestiegen. Nachdem ich am Teststand an der Produktion synthetischer Kraftstoffe mitarbeiten konnte, ist es spannend, nun auch größere Anlagen kennenzulernen. Es macht einfach Spaß, in unserem Team zu arbeiten, alle sind motiviert und man unterstützt sich gegenseitig.

Alexa: Mir hat die Atmosphäre hier von Anfang an sehr gut gefallen, besonders auch, dass man als Team gemeinsam gewachsen ist. Nach dem Praktikum hat es sich dann angeboten, während des Studiums weiterzuarbeiten. Obwohl mein Fokus zuvor im Bereich Anlagensicherheit lag, habe ich bei meiner Masterarbeit viel am Teststand gearbeitet, was eine neue Erfahrung für mich war. Das ist auch das Coole daran: innerhalb der Firma immer die Möglichkeit zu haben, nochmal etwas Neues zu sehen und zu lernen.

Christina, was hat dich dazu bewegt, nach deiner Zeit im Ausland wieder zu INERATEC zurückzukommen?

Christina: Für mich war das ein „jetzt oder nie“-Moment, die Chance bei einem wachsenden Start-up dabei zu sein. 2016 waren wir ein kleines Team aus 5 Mitarbeiter*innen. Als ich 2020 fest angefangen habe, ist das Team um ca. 20 Mitarbeiter*innen gewachsen, und ich wollte auch dabei sein. Heute sind wir ein 70-köpfiges Team – mit der eigenen Produktion und Großraumbüro, das ist echt schon verrückt zu sehen.
Außerdem, wie Emna schon sagt, natürlich das Thema: unsere Arbeit ist einfach interessant und ich stehe persönlich hinter den Zielen.

Was hat sich mit der Festanstellung für euch verändert?

Christina: Man ist in seinen Aufgabenbereichen stärker involviert. Obwohl man auch im Praktikum Aufgaben eigenständig bearbeitet, übernimmt man als Festangestellte außerdem die Verantwortung für den eigenen Bereich.

Emna: Genau, während des Praktikums gab es immer BetreuerInnen, die direkt unterstützen konnten. Jetzt ist man selbst verantwortlich, bringt stärker eigene Lösungsansätze ein und trifft Entscheidungen selbstständiger.

Wie schaut ihr auf eure persönliche Entwicklung zurück?

Christina: Am Anfang habe ich viel Verschiedenes gemacht und hatte ein breitgefächertes Aufgabenfeld. Und so wie die Expertise von INERATEC gewachsen ist, ist dann auch die eigene Expertise gewachsen. Man bekommt mehr Verantwortung übertragen und spezialisiert sich mit der Zeit zunehmend.

Emna: Meine Entwicklung sehe ich vor allem in organisatorischen Aspekten, also ein wachsendes Verständnis für Projektabläufe und den Betrieb größerer Anlagen. Meine Aufgaben sind aktuell sehr vielseitig, ich kann mir aber vorstellen, mich mit der Zeit innerhalb des Betriebs auch zu spezialisieren.

Was gefällt dir an der Arbeit bei INERATEC besonders?

Alexa: Dass man die Möglichkeit hat, viele verschiedene Bereiche kennenzulernen: Von der ersten Planung, über den Bau bis hin zur Inbetriebnahme der Anlage. Aber auch das Umfeld, das Team, die Atmosphäre. Es ist echt sehr angenehm, hier zu arbeiten. Es macht einfach Spaß.

Christina: Zum einen ist es die spannende Thematik rund um nachhaltige Kraftstoffe. Zum anderen ist es die Flexibilität, die ich sehr schätze. Jede*r hat die Chance, den Bereich zu finden, der zu ihr/ihm passt. Je mehr man sich einbringen will, umso mehr Verantwortung kann man übernehmen. Man lernt dazu, entwickelt sich weiter und bewegt gemeinsam etwas.

Emna: Dass ich hinter dem stehe, was INERATEC macht. Wenn ich von meiner Arbeit erzähle, trifft das stets auf Interesse und Begeisterung. In vielen anderen Ländern, auch Katar, woher ich komme, beschäftigt man sich viel zu wenig mit alternativen Lösungen zu fossilen Rohstoffen. Ich bin sehr stolz, Teil eines solchen Unternehmens zu sein und gemeinsam an einer Lösung für die Energiewende mitzuarbeiten.